Die Suchmaschine ist die am häufigsten aufgerufene Seite während des Internetbesuchs, wenn man das Medium einsetzt, um sich zu informieren. Auf diese Weise findet man weitere Seiten, die Informationen zum gesuchten Keyword enthalten, und kann sich durch die verschiedenen Suchergebnisse klicken, bis man die beste Seite gefunden hat. Währenddessen kann man aber auch auf Angebote aufmerksam werden, die am Rand der Suchmaschine erscheinen oder sich unter die Suchergebnisse mischen: Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man ohnehin auf der Suche nach einem Angebot war.
Was ist Suchmaschinen-Marketing?
Unternehmen versuchen auf dem Wege des Suchmaschinen-Marketings (auch SEM genannt = Search Engine Marketing), neue Kunden anzuziehen und sie von ihrem Angebot zu überzeugen, während sie ohnehin auf der Suche nach thematisch relevanten Keywords sind. Die Werbung wird dabei angezeigt, während der Nutzer sich die Ergebnisse seiner Suche ansehen kann – je nach Suchmaschine werden sie oberhalb der Suchergebnisse angezeigt, seitlich daneben eingeblendet oder dem Nutzer auf andere Weise präsentiert. Sie unterscheiden sich optisch zwar von den Suchergebnissen, können aber gleichermaßen angeklickt und gelesen werden. Viele Nutzer der Suchmaschine freuen sich sogar über Suchmaschinen-Marketing, da sie auf diese Weise von Angeboten rund um ihren Suchbegriff erfahren und vielleicht sogar genau das finden, was sie gesucht haben.
SEM- und SEO-Marketing
Suchmaschinen-Marketing wird häufig mit der SEO-Optimierung einer Seite verwechselt. Beide Maßnahmen sind dazu gedacht, neue Kunden anzuziehen, und doch unterscheiden sie sich erheblich voneinander. SEO-Maßnahmen sollen helfen, eine Seite allein durch ihren Inhalt an die erste Stelle der Suchergebnisse zu bringen, sodass sie leichter gefunden werden. Die Optimierung erfolgt nicht in Zusammenarbeit mit der Suchmaschine. SEM-Anzeigen hingegen erscheinen noch über den Suchergebnissen, so etwa bei Google. Sie sind als solche zu erkennen und entstehen in direkter Zusammenarbeit mit der Suchmaschine. Vom Nutzer werden sie als reine Werbung betrachtet und daher nicht zu den Suchergebnissen gezählt, auch wenn sie passend zu diesen angezeigt werden.
SEM-Marketing als sinnvolle Ergänzung
Neben dem Suchmaschinen-Marketing gibt es noch viele andere Möglichkeiten für Unternehmen, sich wirksam in der Suchmaschine zu platzieren. Dennoch sollten Unternehmen die Effektivität des SEM-Marketings nicht unterschätzen, da es ihnen trotz der vielen anderen Optionen eine wertvolle Hilfe sein kann und eine gute Ergänzung zu den anderen Maßnahmen ist. Wenn der Nutzer nach einem bestimmten Keyword sucht, werden die relevantesten SEM-Ergebnisse ebenfalls angezeigt. Dies gereicht dem Unternehmen dann zum Vorteil, wenn sich der Kunde auf der Suche nach einem günstigen Angebot befindet und vielleicht auf diese Weise findet, was er sucht. Auch, wenn sich der Nutzer der Suchmaschine nur informieren will, können SEM-Anzeigen eine wertvolle Hilfe sein. Handelt es sich beispielsweise um einen Schüler oder Studenten, der für eine Arbeit recherchiert, findet er vielleicht ein interessantes Buch auf diesem Wege, das er sich später bestellen wird, oder schreibt über ein konkretes Produkt, das er interessant findet und sich im Anschluss an die Arbeit kaufen möchte.
Vergütungsmodelle
| Cost per Action | CPA | Kosten für ausgeführte Aktionen durch Nutzer der Website, ein alleiniges Klicken des Werbebanners ist nicht ausreichend. Durchgeführte Aktionen können beispielsweise die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder auch die Bestellung eines Newsletters sein. |
| Cost per Click | CPC | Kosten für jeden Klick, der auf eine Werbeanzeige des Kunden auf der Website des Betreibers getätigt wird, es sind keine weiteren ausgeführten Aktionen nötig. |
| Cost per Lead | CPL | Kosten für detaillierte Interessentenangaben, hier zahlt der Kunde für übermittelte Kontaktadressen. Wird häufig genutzt bei Katalog- bestellungen, Newslettern oder Webcasts. |
| Cost per Mille | CPM | Kosten, die pro tausend Sichtungen einer Werbemaßnahme anfallen. Im Vorfeld wird der Betrag festgelegt, der pro tausend Sichtungen einer Solchen Werbemaßnahme fällig wird, die Abrechnung erfolgt nach der Berechnung der Sichtungskontakte. |
| Cost per Order | CPO | Kosten, die anfallen pro durchgeführter Bestellung nach Klick auf ein Banner von einem Nutzer auf der Website des Werbekunden. Vergütung erfolgt nur nach abgeschlossenem Bestellvorgang. |
| Cost per Sale | CPS | Kostenmodell wie CPO, oft erfolgt die Vergütung bezogen auf den bei der Bestellung getätigten Umsatz. |
| Cost per View | CPV | Kosten für Sichtungen, ähnlich wie CPM. Jede Sichtung, also jeder Aufruf der Website, wird vergütet. |
| Cost per Transaction | CPX | Kosten für ausgeführte Transaktionen, ähnlich CPA. Auch hier zählen beispielsweise Downloads, Registrierungen oder Bestellungen. |
Generell ist es so, dass es nicht unbedingt das Ziel von einer Werbung online sein muss, einen Umsatz zu generieren, es gibt auch noch viele weitere Aspekte, beispielsweise den Nutzer dazu zu bringen, eine bestimmte Aktion durchzuführen. Dies kann das Bestellen eines Newsletters sein, die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder auch die Anforderung von Unterlagen über angebotene Produkte und Dienstleistungen. Genau auf diesen Aspekt beziehen sich die Costs per Action (CPA). Der Werbende zahlt in diesem Fall für jede dieser Aktionen, die ausgeführt wurden. Allerdings erfolgt bei diesem Modell definitiv nur eine Bezahlung, wenn die gewünschte Aktion auch wirklich durchgeführt wurde, es reicht nicht aus, wenn der Nutzer auf das Angebot geklickt hat, es dann aber nicht zur Newsletter-Bestellung oder zur Gewinnspiel-Teilnahme gekommen ist.
Der Preis, den der Werbekunde dem Betreiber der Website bezahlen muss, richtig sich also nach den Besuchern, die die Seite während der Kampagne vorweisen kann. Wenn eine Website beispielsweise an einem Tag 100.000 Besucher hatte, und sich der Cost per Mille Preis, der vorher vereinbart worden ist, bei fünf Euro befindet, dann wird für diesen einen Tag eine Provision fällig für diese Werbemaßnahme von 500 Euro.
